Bediensysteme einer Airbrush Pistole

Single-Action, gekoppelte Double-Action, unabhängige Double-Action

Ein Airbrush Feinspritzapparat ist nichts im Grunde anderes als eine Lackierpistole, nur in einem handlicheren Format. Die Funktionsweise einer Airbrush ist demnach nicht so weit weg von seinem großen Bruder. An dieser Stelle erklären wir euch, was genau hinter dem Begriff Airbrush steckt.
Damit am Ende, oder besser gesagt an der Düse der Airbrush fein zerstäubte Farbe austritt, ist unter anderem Druck aus einem Airbrush-Kompressor* notwendig. Dieser wird mittels Bediensystem am Spritzgriffel gesteuert. Bei einer Single-Action weniger beziehungsweise ungenauer als bei einem gekoppelten Double-Action System oder bei einem unabhängigen Double-Action System.

Doch was bedeuten diese drei Begriffe im Detail?

 

Airbrushpistole mit Single-Action Bediensystem

Das Single Action System ist, wie der Name schon sagt, ein einfaches Bediensystem, bei dem der Bedienhebel nur eine einfache Funktion aufweist.
Der Luftstrom entfaltet sich mittels einfachen Knopfdruck nach unten. Die Luft strömt, mit dem im Kompressor eingestellten Druck durch die Airbrush. Der Druck sowie die Luftmenge, die an der Düsenöffnung austritt, ist somit nicht kontrollierbar. Der entstehende Unterdruck an der Düsenöffnung saugt die Farbe an und bläst sie auf den Untergrund.

Badger Airbrush mit Single Action Bedienung

Single-Action Bediensystem einer Airbrush.

Single-Action Airbrush Pistolen weisen oft ein pixeliges, grobes und nur schwer zu kontrollierendes Spritzbild auf. Diese Art der Airbrush ist für jene, die einen ersten Test mit dem Hobby machen, möchten interessant oder jene, die einen Hintergrund grob anlegen möchten.

 

Airbrush Pistole mit gekoppelter Double-Action

Das gekoppelte Double-Action System ist gerne bei Modellbauer oder im Fineart gesehen, da es eine gute Kontrolle des Feinspritzapparat zulässt. Und das ohne großes Vorwissen oder langer Übung. Die Modelle Grafo T1*, T2 und T3 sowie die Hansa Topline sind hier favorisiert. Der Hersteller Harder&Steenbeck vertreibt beide Modelle. Die Hansa Topline sind hierbei oftmals im Modellbau zu finden, die Grafo T1 mit ihrer Farbmulde im Fineart und Photorealismus Bereich beziehungsweiße haben ihren Ursprung in der Foto Retusche.

Gekoppeltes Double-Action System bedeutet, dass die Luftzufuhr abhängig zum Farbfluss gesteuert wird. Hierbei zieht der Anwender den Hebel nur nach hinten. Der Hebel ist sehr feinfühlig zu Bedienen, sodass Bleistiftdicke Striche kein Problem sind.

Airbrush Pistole Grafo T1 mit gekoppelter Double Action System

Grafo T1 mit kontrollierter sprich gekoppelter Double Action.

Je weiter der Hebel nach hinten gezogen wird, umso mehr Luft strömt durch den Luftkanal an der Düse vorbei. Durch den zunehmenden Luftstrom wird mehr Farbe zerstäubt und auf den Untergrund gebracht. Diese Art des Bediensystems verspricht dem ungeübten oder Gelegenheitsanwender den meisten Erfolg, ohne großes Ärgernis.

 

Airbrush Pistole mit unabhängigen Double-Action System

Das sogenannte unabhängige Double-Action System oder einfach nur Double-Action System genannt ist das mit am weit verbreitetste Bediensystem an einem Feinspritzapparat. Es bietet die meisten Möglichkeiten eine Airbrush zu kontrollieren und zu bedienen, benötigt jedoch auch die meiste Übung und Geschick.

Airbrush mit unabhängigen Double Action System

Iwata Revolution mit Double Action Bediensystem*

Bei diesem System erfolgt die Steuerung der Luftzufuhr unabhängig der Farbzufuhr. Hebel nach unten drücken, um das Luftventil zu öffnen. Hebel nach hinten ziehen um die Nadel zurückzubewegen, der Farbfluss ist offen und die Farbe fließt durch die Düse. Die Übung ist es, den Luftstrom passend zum Farbfluss zu justieren, um ein bestmögliches Spritzbild zu erhalten.

 

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